Biografieren


"In der Realität können wir einen Fehler, der stattgefunden hat, zwar wieder gut machen durch eine spätere Tat, aber wir können ihn nicht tilgen, nicht unge-schehen machen; wir können für ein vergangenes Datum kein anderes Verhalten wählen. Leben ist geschichtlich, in jedem Augenblick definitiv, es duldet keine Variante. Das Spiel gestattet sie." (aus «Biographien» von Max Frisch) Tanztheater, Video und Breakdance – Der Gemeinschafts-produktion mit Video 60+ wurde der Sozial- und Kulturpreis des Frauenvereins der Stadt Zürich verliehen. Dieser Preis machte erst die Realisierung dieser ausser-gewöhnlichen Produktion möglich.

Auf Deck der MS Destiny versammelt sich eine illustre Gästeschar. Eine junge, motivierte Crew hält das Schiff auf Kurs, denn die älteren Schiffsreisenden erleben Wundersames: sie können nochmals an Orte ihrer persönlichen Geschichte zurückkehren. Sie können das Steuer herumreissen, volle Segel setzen, in den Wind fahren und ihre Biographie neu schreiben. Sie können die "Was wäre wenn"-Frage einmal, zweimal, keinmal stellen. Augen-zwinkernd mit viel Humor erleben sie ihre Lebensläufe neu, nicht ohne den nötigen Ernst, ja zuweilen den Todernst im Nacken.

Zusammenarbeit mit Video 60+

Brückenschlag Nach den zwei Produktionen  «ohn end»  und  «Spuren», die mit bald 200 Vorstellungen im In- und Ausland wohl zu den meistgespielten Tanztheaterstücken der Freien Szene gehören, ist die dritte Produktion ein weiterer Brückenschlag zwischen den Generationen.
Grundlage Max Frischs «Biografie»
Mitwirkende Die SchauspielerInnen und TänzerInnen ab 60 Jahren werden unterstützt durch professionelle jugendliche Breakdancer
Auszeichnungen Die Produktion mit dem Projekt- und Arbeitstitel «Biografieren» wurde ausgezeichnet mit dem
Sozial- und Kulturpreis 2001 des Zürcher Frauenvereins
Unterstützt durch Präsidialabteilung der Stadt Zürich und
Fachstelle Kultur des Kantons Zürich
Ausserdem danken wir der Gubler-Hablützel-Stiftung
Martha Bock-Stiftung
Otto Gammma Stiftung
Stiftung Raum für Kultur

Völlig selbstverständlich tanzen hier Alt und Jung, Laien und Profis gleichberechtigt zusammen.
––– (Zürichsee-Zeitung)


Die gereiften Persönlichkeiten strahlen Unverbrauchtheit, Charme und Freude am Spiel aus, ihre Geschichten wider-spiegeln treffend die vermeintlichen Unvollkommenheiten eines jeden Lebens.
––– (Tages Anzeiger)


Die Stimmung war fröhlich und ansteckend!
––– (Blick)

Die gestandenen Männer und Frauen werden auf dem Schiff mit einer jungen Crew konfrontiert. Es sind atemberaubende Breakdancerinnen und Breakdancer. Aber es herrscht keine frostige Atmosphäre zwischen den Generationen.
––– (Brückenbauer)


Biografieren

9 Mitwirkende des Tanztheaters Dritter Frühling
Verena Billeter, Anton Flückiger, Roland Goldner, Carmen Irminger, Antje Lördemann, Vreni Siegenthaler, Guido Wälchli, Anna-Maria Walgis, Susi Zingg

5 jugendliche professionelle BreakdancerInnen
Ilijaz Jusufi, Mickey Lukic, Mike Reichert, Eva Richterich, Christa Rytz

Regie und Gesamtleitung
Roger Nydegger

Choreografie
Marina Gantert

Video Leitung
Katrin Oettli

Video 60+
Hanspeter Stalder, Stefania Quadri

Tournée
Mauro Gorgi, Tannenweg 4, 8908 Hedingen

 


Bildergalerie


Video


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